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TOUR 2
Das Gebiet um die Feuerberge

Wer sich auf die Suche nach dem vulkanischen Lanzarote machen will, sollte diese Tour nachvollziehen. Zunächst durchfahren Sie einen Teil des landwirtschaftlich genutzten Zentrums der Insel. Auch hier ist das Land mit den faszinierend regelmäßigen Halbkreisen versehen, mit denen die Bauern die jungen Pflanzen vor dem Wind schützen.
Einmalige Landschaftseindrücke sind Ihnen gewiss, wenn Sie in das Gebiet der Feuerberge kommen.

Im südlichen Küstenland erwarten Sie noch drei Sehenswürdigkeiten: Die Salzfelder, der Binnensee "El Golfo" und ein Strandstück, das so schön ist, dass sogar schon Filme dort gedreht wurden.

Strecke:
Puerto del Carmen - Tias - San Bartolome - Mozaga -Tiagua - Söo - La Santa - Tinajo - Nationalpark Timanfaya - Yaiza - Saunas de Janubio - Los Her-videros - El Golfo - (Abstecher über Playa Bianca zum Strand von El Papa-gayo und zurück) - Las Brenas - Liga - La Geria - Puerto del Carmen

Verlassen Sie Puerto del Carmen wie in Tour 1 über Tias und fahren Sie ohne den Umweg über Montana Blanca direkt bis zum El Monumento nach San Bartolome.

Wer, um weiter nach Norden zu kommen, über eine nicht asphaltierte Straße fahren möchte, folge dem Schild nach La Vegueta. Zuerst ist die Straße noch gut, später ist sie eine richtige Waschbrettpiste.

Auf den hier relativ großen, steineingefassten Feldern werden im späten Winter/Frühsommer hauptsächlich Zwiebeln, aber auch andere Gemüse angebaut. Am Ausgang des Tals treffen Sie auf ein ansehnliches Gehöft, was zeigt, dass neben der Mehrzahl der mittelbäuerlichen Betriebe auch Großgrundbesitz auf Lanzarote vorkommt. Ansonsten bietet die Landschaft das typische Lanzaroter Bild von liebevoll aufgerichteten Steinringen und -kreisen, hinter denen die Pflanzen, geschützt vor Wind und Austrocknung, wachsen können.

Halten Sie sich an der Weggabelung rechts, dann gelangen Sie nach Tiagua. Auch hier fallen wieder die hübschen, kastigen Häuser mit ihren grünen Fensterläden und Türen auf. Achten Sie auch auf die Kamine: Ihre typische Form mit dem gestauchten Kissen am oberen Ende ist eine Lanzaroter Eigenheit.

Fahren Sie weiter Richtung Sóo. Am Horizont sehen Sie schon die Nordwestküste mit der Insel La Graciosa. Der Weg nach Sóo führt durch die Landschaft El Jable. Die Landwirtschaft wird hier ein wenig anders als im Zentrum der Insel betrieben. Der Dünensand wird mit Vulkanasche vermischt, und zum Schutz werden senkrecht zur Passatwindrichtung kleine Streifen aus Stroh gesetzt. Hinter Sóo wird diese Anbauweise noch deutlicher.

Fahren Sie die holprige Straße so lange weiter, bis Sie auf die Asphaltstraße nach La Santa kommen. Neben der Landwirtschaft stellt die Fischerei einen wichtigen Erwerbszweig der Inselwirtschaft dar. Die Fischerboote, die bei ungünstigem Wetter oder zur Reparatur auf der Straße liegen, und die neue Kirche sind das einzig Sehenswerte an La Santa.

Auf dem Rückweg sollten Sie sich, sofern geöffnet, die Kirche in Tinajo ansehen. Das dreigeteilte Dach ist typisch für alte kanarische Kirchen, im Kircheninnern entspricht dieser Aufteilung eine zentrale Säulenreihe. Bemerkenswert ist die geschnitzte und bemalte Altarwand sowie die Holzdecke. Vor allem der Hauptaltar hat eine Schnitzornamentik, wie sie von den Spaniern, zurückgehend auf maurisch-andalusische Formen, hierher gebracht wurde (Mudejar-Stil).

Bald kommt auf der rechten Seite ein großer Krater, dessen Boden und Flanken z. T. mit Terrassenfeldern kultiviert sind. Kurz darauf führt ein Schild Sie rechts auf die Straße nach Yaiza.   Nach einigen Kilometern Fahrt treffen Sie auf das holzgeschnitzte Schild, das den Beginn des Nationalparks anzeigt. Auf den nächsten ca. 15 km durchfahren Sie eine außergewöhnliche Landschaft.

Das Gebiet aus Lavaströmen, Vulkanen und Kratern entstand vor kaum mehr als 250 Jahren. Die sechsjährigen Eruptionswellen ließen ganze Dörfer und fruchtbares Land über Nacht verschwinden. In immer neuen Schüben pulsierte flüssige, rot-gelbe Glut aus der aufklaffenden Erde und ergoss sich in die Ebene. Dies geschah unter entsetzlichem Getöse, bebender Erde und das Licht verdunkelnden Explosionen von Staub und Asche, Gestank nach Verbranntem und nicht auszuhaltender Hitze. Nebelwände von Wasserdampf zischten dort auf, wo die Lava ins Meer floss. Wie von einem Riesen umgepflügt liegen heute die erkalteten Schlackefelder da, und an vielen Stellen hat der Wind die feine Vulkanasche zu großen Bergen zusammengeweht.

Die Straße führt vorbei am Haupteingang zum Nationalpark Timanfaya.
Achtung:
Wenn Sie den Park besuchen möchten, lösen Sie am Eingang ein Ticket und fahren bis zum Restaurant. Dort besteigen Sie einen Bus, der Sie in einer Rundfahrt durch die eindrucksvollsten Passagen führt. Erklärungen kommen von einer Kassette. Wenn Sie die Straße nach Yaiza weiterfahren, kommen Sie zum Timanfayaberg, wo Dromedare für einen ca. 20minütigen Rundgang bereitstehen. Danach geht es weiter ins hübsche Yaiza.

Falls Sie Mittagshunger verspüren, gibt es eine gute Möglichkeit zum Essen: "La Era", ein zu einem Restaurant umgebauter Bauernhof in Yaiza. Einige Kilometer später kommen Sie an die Salzgewinnungsanlage Saunas de Janubio.
Setzen Sie dann Ihren Weg entlang der Küste nach Norden fort. Es ergeben sich immer wieder herrliche Ausblicke auf das gegen die Lavaküste brandende Meer.

Bei Los Hervideros hat das Meer interessante Gänge und Tunnel aus den Lavafelsen gewaschen.
Achten Sie an dieser Stelle und beim folgenden "El Golfo" besonders auf das Lavagestein. An vielen Stellen weist das Gestein grünliche Gänge auf. Es handelt sich um Olivin, einen auch in der Schmuckindustrie verwendeten Edelstein, der bei Vulkanausbrüchen mit der Lava nach oben befördert wird.

Nach einem Rundgang um den El Golfo fahren Sie die Strecke bis zu den Salinen zurück.
Von hier gibt es zwei Möglichkeiten. Wer das schönste Strandstück, das die Insel zu bieten hat, sehen und vielleicht auch baden möchte, fahre in Richtung Playa Blanca und dann die nicht asphaltierte Piste bis zu den Papagayo-Stränden (nur mit Geländewagen!). Dann zurück bis zu den Salinen.

Wer auf den Abstecher zum Papageienstrand keinen Wert legt, nehme an der Kreuzung bei den Salinen den Weg nach Las Brehas. Bald sind Sie wieder in der Lanzaroter Wildnis: altvulkanisches Gebiet mit steinübersäten Hängen, Fahlgelb und Rot herrschen vor. Das Dorf Las Brehas lassen Sie bald hinter sich und kommen nach einigen Kilometern Anstieg schließlich an der schneeweißen Kirche von Fernes an. Die Kirche liegt wunderschön, direkt am Bergrand. Wenn Ihnen die Stelle gefällt, können Sie hier gut die dörfliche Nachmittagsruhe genießen. Die einzige Straße von Fernes in Richtung Norden führt nach Uga.

Falls Sie das Weinbaugebiet um La Geria noch nicht gesehen haben, sollten Sie von Uga noch einmal in Richtung Norden fahren. Entlang dieser Straße wächst der beste Malvasier.

Unterwegs liegt das Weinmuseum El Grifo, bei dem Sie anhalten und den Wein der Insel kaufen können. Ansonsten bietet dieser Abschnitt das schönste Stück Landschaftsarchitektur der Insel. Kilometerweit ziehen sich die viel fotografierten Trichter, in denen etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts der aus Kreta eingeführte Wein angebaut wird. Vereinzelt wachsen auch niedrige Feigen und Maulbeerbäume.

Über Mácher gelangen Sie zurück nach Puerto del Carmen.

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